Keine Chance den Keimen: hygienisch sauber waschen und die Waschmaschine reinigen

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Wir geben unsere schmutzige Kleidung in die Waschmaschine, stellen sie an und erhalten am Ende saubere Wäsche. Aber wird die Wäsche auch hygienisch rein? Und bei welcher Temperatur sterben Keime ab? Dr. Katharina Marquardt, Leiterin der Wissenschaftskommunikation bei Procter & Gamble in Deutschland, Österreich und der Schweiz, geht diesen Fragen für Sie auf den Grund und erklärt, wie Sie hygienisch sauber waschen und Ihre Waschmaschine reinigen.

Hygienisch sauber waschen: So geht’s

  • Für leicht bis normal verschmutze Wäsche wie Blusen, Hemden, T‐Shirts, Pullover, Hosen reichen in aller Regel Waschtemperaturen von 30 °C oder sogar darunter. Ist ein Kleidungsstück stärker verschmutzt, sollten Sie es vorbehandeln und anschließend mit dem Rest der Wäsche in der Maschine waschen.
  • Nutzen Sie bei niedrigen Temperaturen ein Waschmittel, das hierfür auch geeignet ist. Der wirksame Temperaturbereich wird auf der Verpackung angegeben. Welches Waschmittel das passende ist, erklären wir Ihnen ebenfalls in diesem Artikel.
  • Lassen Sie die Waschmaschine alle zwei bis vier Wochen bei hohen Temperaturen (60° C sind in aller Rege ausreichend) und mit einem bleichmittelhaltigen Waschmittel laufen, zum Beispiel wenn Sie weiße Handtücher oder Bettwäsche waschen. Dies dient dazu, der Bildung von Biofilmen in Dichtungen und Schläuchen vorzubeugen. Pilze und Bakterien mögen weder hohe Temperaturen noch Sauerstoffbleiche. Unangenehme Gerüche in der Waschmaschine werden so verhindert.
  • Wählen Sie ein Waschprogramm mit einer Temperatur von 60° C, wenn jemand in Ihrem Haushalt eine Infektion hat, und nutzen Sie bleichmittelhaltige Vollwaschmittel. Bei Textilien, die nicht für höhere Temperaturen geeignet sind, geben Sie einen Hygienespüler hinzu. In einer ganz normalen Haushaltssituation reichen aber die umweltschonenden und stromsparenden 20° bis 40° C für die Wäsche aus.
  • Achten Sie auf Gerüche: Wenn Textilien wie Geschirrtücher und Schwammlappen schlecht riechen, ist dies ein Anzeichen für eine mögliche Keimbelastung. Waschen Sie die betroffenen Textilien bei 60° C.
  • Waschen Sie Handtücher und Waschlappen entweder bei 60° C oder zumindest mit einem bleichmittelhaltigen Waschmittel.
  • Überladen Sie Ihre Waschmaschine nicht. Eine Waschmaschine ist gut gefüllt, wenn noch eine Handbreit Luft zwischen Waschladung und Trommeldecke ist. Dann können sich Wasser und Waschmittel beim Waschen optimal verteilen.
  • Geben Sie neu gekaufte Textilien vor dem ersten Tragen in die Waschmaschine. Andere Kunden haben sie bereits vor Ihnen anprobiert; zudem können sie Zusätze aus dem Herstellungsprozess enthalten.
Frau mit Handtüchern auf dem Arm.

Unsere Extra-Tipps für mehr Hygiene beim Wäschewaschen:

  • Ziehen Sie schmutzige Kleidung möglichst schnell aus und legen Sie diese zum Waschen bereit. Am besten in einem Raum mit leicht zu reinigendem Bodenbelag.
  • Waschen Sie Ihre Hände, nachdem Sie die schmutzige Wäsche sortiert haben.
  • Reinigen Sie Ihre Wäschekörbe regelmäßig – geben Sie solche aus Stoff in die Waschmaschine und wischen Sie Plastikkörbe gründlich aus.

Pulver, PODS oder Flüssig für die Hygiene – Waschmittel auswählen

  • Vollwaschmittel in Pulverform wie das Lenor Pulverwaschmittel Aprilfrisch enthält Bleichmittel, das weiße Wäsche besonders weiß macht. Die klassischen Bleichmittel auf Sauerstoffbasis wirken auch gegen Bakterien.
  • Bei farbigen Stoffen kann ein Vollwaschmittel mit Bleiche allerdings zu Farbverlust führen.
  • Flüssigwaschmittel und PODS wie die Lenor All-in-1 PODS Aprilfrisch sind besser im Kampf gegen Fette auf Textilien. Sie enthalten keine Bleichmittel und schonen und pflegen Farben und Fasern.
  • Seide und Wolle geben Sie ins Handwäsche-Programm bei niedrigen Temperaturen bis 30° C. Nutzen Sie für Wolle immer ein spezielles Wollwaschmittel, niemals ein Vollwaschmittel.
  • Buntes und Schwarzes waschen Sie mit einem Colorwaschmittel, wie dem Lenor Flüssigwaschmittel Amethyst Blütentraum. 30° C sind ausreichend.

    Übrigens: Wie viel Waschmittel Sie benötigen, hängt von der Wäschemenge, der Wasserhärte sowie der Verschmutzung ab. Die Wasserhärte erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Wasserdienstleister, außerdem finden Sie auf jeder Waschmittelverpackung genaue Dosierhinweise. Oder Sie nutzen Lenor All-in-1 PODS. Die sind bereits vordosiert für eine komplette Waschladung bei durchschnittlichem Verschmutzungsgrad. Dosieren ist nicht mehr nötig – und hygienisch sauber waschen ist kein Problem!

Waschmaschine reinigen: Wie oft und bei welcher Temperatur?

„Die Waschmaschine macht einen guten Job, wenn Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Dazu gehört nicht nur das richtige Wäschewaschen, sondern auch die regelmäßige Reinigung der Waschmaschine“, betont Dr. Katharina Marquardt. Dies verhindert, dass sich Keime in Dichtungen oder Schläuchen festsetzen und womöglich auf Ihre doch eigentlich frisch gewaschene Wäsche gelangen.

Waschmaschine reinigen: Wie oft und bei welcher Temperatur?

Schritt für Schritt die Waschmaschine reinigen:

  • Öffnen Sie nach dem Waschgang Ihre Maschine und lassen Sie die Tür offenstehen. Bakterien und Pilze mögen keine Trockenheit.
  • Wischen Sie den Gummirand der Waschmaschinentür mit klarem Wasser aus und trocknen Sie diesen anschließend. Teilweise finden sich in der Gummilippe auch Kleinteile aus der Wäsche wie vergessenes Kleingeld, Taschentuchreste, Büroklammern und Ähnliches wieder.
  • Entfernen Sie Waschmittelreste aus dem Einschubfach. Ziehen Sie das Fach komplett heraus und waschen Sie es gründlich oder geben Sie es in die Spülmaschine. Die Rückwand des Waschmittelfachs reinigen Sie ganz leicht mit einer alten Zahnbürste oder einem dünnen Lappen.
  • Stellen Sie eine Schüssel unter das Flusensieb und öffnen Sie es. Meist schwappt zunächst ein Schwall Wasser heraus. Nehmen Sie dann das Flusensieb heraus, entfernen Sie alle Fusseln sowie Haare und waschen Sie es komplett aus. Säubern Sie es häufiger, wenn Sie Haustiere haben.

    Aber wie oft müssen wir die Waschmaschine reinigen? Tür und Einspülkammer sollten nach jedem Waschgang für ein paar Stunden offenbleiben. Für die gründliche Reinigung kommt es darauf an, wie oft Sie Ihre Maschine benutzen. Bei etwa zwei Durchgängen pro Woche sollten Sie alle zwei Monate daran denken, im Familienalltag alle zwei bis vier Wochen. Hygienisch sauber waschen ist dann kein Problem.

Hygienespülungen für Waschmaschinen: Wie es geht und wann es nötig ist

Dr. Katharina Marquardt erklärt: „Falls Sie nach dem manuellen Reinigen der Waschmaschine noch einen Schritt weitergehen möchten, zum Beispiel weil sie nach wie vor schlechte Gerüche aus der Maschine wahrnehmen, nutzen Sie einen speziellen Waschmaschinenreiniger oder lassen Sie die Maschine eine Kochwäsche bei 90° C durchführen. Aber lassen Sie die Maschine nicht ohne Wäsche laufen, sondern geben Sie beispielsweise weiße Handtücher, Putzlappen oder Bettlaken hinein.